Photokina 2016 – Eindrücke eines Neulings

Die hohen Erwartungen die ich Anfangs hatte, die allerdings im laufe der Woche bereits durch diverse Berichte im Internet geschmälert worden waren, konnten nicht erfüllt werden. Es war auf jeden Fall ein interessanter Tag und die meisten meiner zuvor geplanten Besuche von Vorträgen und Ausstellern waren auch recht informativ. Der große Aha-Effekt blieb jedoch aus. Ich habe lange überlegt wieso mein Resümee so verhalten ausfällt. Einerseits waren es wahrscheinlich wirklich zu hohen Erwartungen. Denn letzten Endes ist es eine Messe. Es gibt Aussteller, Bühnenprogramm und viele Menschen und verhältnismäßig wenig Zeit alles auszuprobieren. Andererseits war es aber auch die Ausrichtung der diesjährigen Photokina. Denn viele Aussteller und vor allem (für mich als D5500-Fotograf schmerzhaft) Nikon haben die diesjährige Messe genutzt um für ihre neuen Actions-Cams und Drohnen zu werben. Hier fehlte mir eindeutig der Fokus auf das eigentliche Thema der Messe Fotografie! Sony und Canon waren hier deutlich interessanter aufgestellt, was mir als “Nikonianer” leider nicht all zu viel brachte. Ein wenig Abhilfe konnten an dieser Stelle Tamron und Sigma leisten, die mit Ihren neuen Objektive-Serien SP (Tamron) und C,A,S (Sigma) begeistern konnten.

Abseits der technischen Themen gab es für mich allerdings auch ein paar Highlights. Insbesondere möchte ich hier #JAWORSKY hervorheben. Sein Vortrag war sehr gut gelungen. Engagiert, motiviert und in jedem Fall mit jeder Menge guter Laune hat Benjamin Jaworsky allen Interessenten in 30 Minuten einen tollen Einblick in seine Arbeit gegeben und gleichzeitig noch jede Menge Wissen in der kurzen Zeit vermittelt. Zu Recht war sein Stand während der Vorträge absolut überfüllt. Auch die Vorträge auf der Adobe-Bühne waren interessant und abwechslungsreich gestaltet, waren hier viele der bekannten “Internet-Fotografen” mit ihren Workflows vertreten.

2018 noch einmal?

Auf jeden Fall! Sicherlich sind einige von euch verwirrt dies zu lesen. Immerhin fiel mein Fazit verhalten aus. Warum also 2018 erneut auf die Photokina? Ganz einfach: Nur hier hat man die Gelegenheit sich tatsächlich allumfassen einen Überblick über die ganzen Angebot der Fotowelt zu machen. Ob Kamerahersteller, Objektivhersteller, Profifotografen oder alle möglichen Anbieter von Fotozubehör und Druckmedien. Sie sind alle vor Ort. Insbesondere letzteres ist ein riesen Vorteil. Wo sonst hat man die Möglichkeit einmal alle Produkte von Online-Druckereien in der Hand zu halten und sich von den Produkten ein Bild zu machen. Was ich 2018 anders machen werde? 1. Die Erwartungen etwas herunterkurbeln, 2. mir mehr Pausen zwischendurch gönnen und 3. im Vorfeld ein oder zwei weitere Hobby-Fotografen suchen mit denen ich gemeinsam die Welt der Fotografie auf der Messe erkunden kann. Denn dann macht es direkt doppelt so viel Spaß 😉

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