Selfmade-Reflektor

Auch ich besitze, wie sicher viele von euch, einen günstigen 5-in-1 Reflektor. Dieser ist eine praktische Anschaffung, wenn man Personen fotografieren möchte. Nicht zuletzt deshalb, weil er sehr günstig ist. Toll an diesem Reflektor ist auch, dass er flexibel ist und zusammengefalltet ein geringes Packmaß besitzt. Genau dieser Vorteil kann manchmal aber auch einen Nachteil sein. Zum Beispiel wenn man draußen Shootet und der Wind den Reflektor ständig “umklappen” lässt oder aber auch wen man im Studio versucht diesen mittels Stativ irgendwie zu befestigen, weil gerade kein Assisten zur Verfügung steht. Aus diesem Grund gibt es zum Beispiel die Sun-Bouncer. Diese besitzen einen festen Rahmen und eine Querstange mit dessen Hilfe man den Reflektor super halten aber auch an ein Stativ befestigen kann. Da ich jedoch als Hobbyfotograf nicht gewillt war so viel Geld auszugeben habe ich mir meine eigene Lösung gebastelt, die nun schon seit zwei Jahren seine Dienste verrichtet. Und das sehr gut! Den Selfmade-Reflektor.

Einkaufsliste

  • Frontscheibenabdeckung / Frostschutzplane
  • 2x Quadratleisten (Länge: 2,4 m  Breite x Höhe:   1,7 cm x 1,7 cm, Fichte/Kiefer)
  • 1x Rundstab (Länge 1m; Durchmesser 15mm)
  • Tacker
  • Schrauben
  • 4x Winkel (50x15x50)
  • 2x Rohrschelle (Durchmesser 25mm)

Kosten

Ich habe alles aus einen nahegelegenen Baumarkt bezogen. Für die oben genannte Einkaufsliste habe ich ca. 20€ bezahlt.

Aufbauanleitung

Schritt 1 – Rahmen

Die Quadratleisten zurechtschneiden, sodass man insgesamt vier Stäbe erhält. Zwei a 1 Meter und 2 a 60cm. Mit Hilfe der vier Winkel und passenden Holzschrauben einen Holzrahmen erstellen.

Keilrahmen mit einfachen Winkeln

Schritt 2 – Reflektorfläche

Die Frostschutzplane mit der Silberseite nach unten auf den Boden legen und den Rahmen darauf legen. Die überstehenden Teile wie bei einem Künstlerrahmen umklappen und mit dem Tacker (alternativ mit Nägeln oder Schrauben mit großem Kopf) an den Rahmen befestigen. Danach die überstehenden Reste mit einer Scheere abschneiden.

Rückansicht des Reflektors

Schritt 3 – Griffmontage

Die beiden Rohrklemmen mittig auf dem Rahmen (kurze Seiten) montieren aber die Befestigungsschrauben noch nicht festziehen. Im Anschluss den Rundstab durch die Rohrklemmen führen und die Schrauben anziehen, sodass der Stab festgeklemmt wird.  Falls die Klemmung nicht feste genug sitzt, kann an den Enden des Rundstabs noch eine große Unterlegscheibe gegen das Verrutschen helfen.

Befestigung des Griffs (hier mit Unterlegscheibe)

Ergebnis

Und hier das Ergebnis noch einmal von Vorne! Ich finde, dass sich diese DIY-Variante durchaus sehen lassen kann. Sie erfüllt seinen Zweck und man kann diesen Reflektor auch ruhigen Gewissens auf ein Shooting mitbringen. Wer es gerne noch ein wenig “professioneller” haben möchte kann natürlich auch vor der Monateg die einzelnen Holzelemente schwarz lackieren. Das habe ich mit meinem selbstgebauten Striplight zumindest so gemacht. 😉

Frontansicht des Reflektors

Erweiterung: Halterung für ein Lampenstativ

Um den Reflektor durch ein Lampenstativ (wie z.B. dem Walimex Pro WT-806) halten zu können, könnt ihr von der übrig gebliebenen Quadratleiste ein Stück in der Mitte des Rundstabs montieren um die Auflagefläche zu vergrößern. In Kombination mit einer Metallklemme wie dem Neewer Metall-Klemmhalter könnt ihr in eurem Heimstudio wunderbar damit arbeiten ohne in teure Reflektorhalter investieren zu müssen.

Größere Auflagefläche

Befestigungsbeispiel

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