Wie ein TFP-Shooting bei mir abläuft

Möglicherweise hat sich der ein oder andere von euch schon einmal gefragt, wie ein TFP-Shooting bei mir abläuft.  Aus diesem Grund möchte ich euch in diesem Blogbeitrag einmal mein aktuelles Vorgehen vorstellen.

1. Der erste Kontakt

Der erste Kontakt zwischen einem Model und mir kann auf zwei unterschiedlichen Wegen zustande kommen. Der Offensichtlichste ist natürlich, dass ich gefragt werde ob ich von einer oder mehreren Personen Fotos machen kann. Eine Anfrage an mich ist über viele Kanäle (Facebook-Seite, Kontaktformular, Telefon oder gerne auch persönlich) möglich. Es ist aber auch häufig der Fall, dass ich gezielt Personen anspreche und frage ob sie Interesse haben einmal als Model vor meiner Kamera zu stehen.

2. Das Zielfoto

Ist der Kontakt erfolgreich zustande gekommen dreht sich bei mir zunächst einmal alles um “das Zielfoto”. Zusammen mit dem Model erarbeite ich ein grobes Konzept was für Fotos gemacht werden sollen. Dabei wird unter anderem besprochen ob eine besondere Location, ein besonderes Outfit oder ein spezieller Look zum Einsatz kommen soll. Hilfreich dabei sind einige, wenige Beispielfotos die man digital via Facebook-Messenger oder WhatsApp austauscht. Als Quelle für Beispielfotos nehme ich gerne Pinterest, da man hier auch gemeinsam eine Pinnwand (Bildsammlung) zusammenstellen kann.

Screenshot von Pinterest.de

Pinterest: Ein tolles Hilfsmittel zur Shootingplanung, wenn man es dosiert einsetzt.

3. Organisatorisches

Nachdem man sich auf das fotografische Ziel geeinigt hat folgen organisatorischen Fragen:

  1. Wo wird geshootet?
  2. Wann findet das Shooting statt?
  3. Was für Styles / Outfits sind möglich?

Der Umfang der Antworten auf die drei oben genannten Fragen ist natürlich bei jedem Shooting sehr individuell. Gerade bei einfachen Studioportraits sind diese Fragen sehr schnell beantwortet. Möchte man jedoch z.B. ein Sonnenuntergangsfoto in einem wildem Feld mit dazu passendem Outfit kreieren ist man natürlich an den Sonnenverlauf gebunden und muss auch eine Location (im Beispiel ein Feld) finden, wo nicht gerade hohe Bäume die Sonne am Abend verdecken. Auch der gewählte Style sollte hier sorgfältiger überlegt werden als bei einem einfarbigen, schwarzen Studiohintergrund.

Shooting im Feld

Sonnenuntergangsstimmung in einem wilden Feld

4. Der TFP-Vertrag

Hat alles in der Planungsphase funktioniert trifft man sich am Tag des Fotoshootings zur vereinbarten Uhrzeit an der jeweiligen Location. Bevor es dann wirklich losgeht wird bei mir der TFP-Vertrag unterschrieben. Diesen Vertrag erhält das Model in der Regel ein paar Tage vor dem Shooting als Entwurf per Mail, damit die Möglichkeit besteht bei Einwänden diese im Vorfeld zu klären. (Siehe hierzu auch meine FAQs!)

5. Das TFP-Shooting

Anschließend kann es dann endlich losgehen! Besonders Wichtig ist mir am Anfang eines jeden Shootings, dass man sich Zeit lässt. Unabhängig davon wie erfahren das Model ist plane ich immer eine 30-minütige “Warm-Up-Phase” ein, in der sich Model und Fotograf besser kennen lernen und erste Testbilder erstellt werden. Selten findet ein Bild aus den ersten 30 Minuten den Weg ins Netz da die richtig guten Bilder häufig erst nach dieser Anfangsphase entstehen. Aus diesem Grund plane ich für die meisten meiner Shootings eine Gesamtdauer von mindestens zwei Stunden ein.

Ein Shooting bei mir dauert häufig ca. zwei Stunden.

Zur Halbzeit versuche ich immer eine Pause einzulegen, um sich ein wenig zu sammeln und einen ersten Blick auf die zuvor erstellten Fotos zu werfen. Das ist unter anderem sehr hilfreich um nochmal die gemeinsamen Vorstellungen abzugleichen und unter Umständen nochmal ein wenig gegenzusteuern, sollten die Vorstellungen von Fotograf und Model zu stark abweichen (was bei mir zum Glück bislang nicht der Fall war!).

Heißer Tee für das Model

Bei kaltem Wetter kommt auch mal heißer Tee für das Model in den Rucksack!

6. Die Bildauswahl

Die Speicherkarten sind voll, Model und Fotograf sind müde aber glücklich und fahren nach Hause. Doch hier ist das Shooting noch nicht beendet! Was nun folgt ist jede Menge Arbeit. Denn aus allen Fotos gilt es nun eine Hand voll Fotos herauszusuchen, welche Model und Fotograf besonders gut gefallen. Diese Bilder werden dann noch einmal von mir digital optimiert, um aus den bereits guten Fotos geniale Fotos zu machen. Dazu gehe ich insgesamt zweimal durch alle erstellten Fotos durch und sortiere zunächst grob und dann etwas feiner nach Bestimmten Kriterien einen großen Teil der Bilder aus. Im Anschluss erstelle ich aus den übrig gebliebenen Fotos Vorschaubilder in Form von “digitalen Kontaktabzügen” welche ich dem Model zusende.

Digitale Kontaktabzüge

Das Model erhält digitale Kontaktabzüge

Ab diesem Zeitpunkt suchen Model und ich gemeinsam Bilder heraus welche in die engere Auswahl kommen. Am Ende der Bildauswahl sollten pro Set maximale zwei Bilder übrig bleiben, denn die Bearbeitung eines solchen Bildes kann je nach geplantem Bildlook schnell bis zu einer Stunde dauern. Je nach Umfang des Shootings kommen hier schnell mehre Stunden zusammen.

Pro Bild benötige ich i.d.R. ca. 30 Minuten für die digitale Bildbearbeitung!

Hat man sich auf die finalen Bilder, welche bearbeitet werden sollen,  geeinigt versuche ich diese schnellst möglichst fertig zu stellen. Häufig erhält das Model schon ein bis zwei Tage nach dem Shooting erste Bilder. Zeitliche Versprechen wann alle Bilder fertig bearbeitet sind gebe ich nicht. Selten dauert es jedoch länger als eine Woche. Zeitgleich veröffentliche ich erste Ergebnisse auf meine Facebook-Seite, auf Instagram oder hier auf dieser Website.

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